Zum einen weil ich im Schlauch (Pub in dem Studenten der Armutsgrenze entfliehen) gearbeitet habe und zum anderen, ja der Entwurf, habe ich etwas für die Uni gemacht.
Ich habe mit erschrecken feststellen müssen, dass ich seit Mittwoch (James hatte Geburtstag) ununterbrochen getrunken habe. Keine Panik, ich war nicht betrunken, nicht jeden Abend.
Also am Mittwoch war James' 28. Geburtstag und er hat zu einer kleinen Party bei sich zu Hause geladen. Da ich am Donnerstag mal zum Zahnarzt gehen wollte, nicht gerade eine Lieblingsbeschäftigung von mir, konnte ich nicht sehr lange bleiben. Gegen 10 Uhr habe ich mich zusammen mit Luke und Katrin auf den Weg nach Hause gemacht.
Am Donnerstag habe ich am Abend im Schlauch gearbeitet. Vor meinem Dienst um 21 Uhr, hatten wir Dienstbesprechung und Volker (mein Chef) hat einen Sekt spendiert. Was soll ich machen? Es ist unhöflich zu zusehen wie 6 meiner Kollegen anstoßen und ich nicht. Nope das geht nicht. Ich bin schwach.
Freitag, Schlauch. Arbeiten. James und Sarah (Andy's Mitbewohnerin) waren da und ich habe mit ihnen einen Shot getrunken. Wir drei hatten einen 'Orgasmus' [Sambuca mit Bailey's], nicht was ihr denkt. Ich werde jetzt nicht weiter ausführen was man alles im Schlauch erlebt. Entweder lesen dies liebe Freunde denen ich das alles schon erzählt habe oder sie haben selbst im Schlauch gearbeitet. Für Fragen habe ich aber immer ein offenes Ohr, also traut euch.
So, am Samstag habe ich meine Großeltern in Schwerin besucht. Die sind so süß. Meine Granni hat den Atlas herausgeholt und ich sollte ihr nochmal genau zeigen wo Seattle genau ist. Wir hatten einen schönen Nachmittag mit leckerem Kuchen und interessanten Gesprächen. Ich werde die zwei bis Ende Oktober nicht mehr sehen. Das ist irgendwie schon komisch. Ich bin nur drei Monate weg, aber es dauert so lange bis ich sie wieder sehen werde.
Schwerin ist immer ein kleines Abenteuer, aber was mir am Samstag passiert ist.....
Die Straßenbahn, die in die Innenstadt / zum Bahnhof fährt, ist eigentlich die Nr. 1 oder 2. Die 2 fuhr mir vor der Nase weg, also nahm ich die 1. Naja, war schon komisch als die plötzlich in ne ganz andere Richtung als sie sollte gefahren ist. Ich habe mir erstmal nichts dabei gedacht und bin weiter gefahren. Fünf Minuten später kam dann die Ansage, letzter Halt Bitte alle austseigen. Great! Mitten im Nichts. Ich habe dann mal geschaut wann die nächste Bahn zurück fährt. Mmh, 1,5 Stunden warten, toll.
Um es kurz zu machen: der liebe Schaffner sagte er hat jetzt Feierabend und nimmt mich dann mit in die Inennstadt. Ich bin mit ihm auf den Hof des Nahverkehrs gefahren. Das war soooo spannend. All die alten und neuen Bahnen. Wir haben uns darüber unterhalten das ich in Schwerin geboren bin und was ich jetzt mache. Ich erfuhr von ihm, das er meine Mum mit Namen kennt sich aber nicht so richtig an sie erinnern kann. Das ist ihm auch nicht vorzuwerfen. Ist schließlich schon ein Paar Jahre her. 18 Jahre um genau zu sein.
Wieder in Wismar, habe ich James und Pete (Hamburg -- Minnesota-USA / er ist, wie James, Fremdsprachenassistent) getroffen. Wir sind in das Brauhaus gegangen. Ich war nie zuvor dort. Sie haben Live-Musik gespielt und ich hatte das beste Pils das ich jemals getrunken habe. Vielleicht liegt es daran das sie es selbst brauen, who knows. Sarah kam etwas später und nach zwei weiteren Bieren sind wir in den Hafen um die Leute in der Kai Bar zum arbeiten zu zwingen. Eigentlich hatten sie schon geschlossen. Fabian, er ist in meinem Semester, hat uns aber noch auf ein Bier hinein gelassen.
Sonntag. Ich habe ausgeschlafen und einiges für den Entwurf gemacht. Materialien gesucht / gefunden und mir ne Deckenkonstruktion überlegt. Mittags bin ich mit Luke (einer meiner Mitbewohner, insgesamt sind wir vier. Martina, Dörte, Lukas und ich, alle auf den 50er Jahrefotos nebenan) in die Stadt ein Eis essen gegangen. Wir sind zum Hafen spaziert und haben uns großartig unterhalten. Das ist im Moment selten, denn wir studieren allesamt im gleichen Semester und gehen uns schon manchmal auf die Nerven.
Am Abend habe ich James, Robert (James' Mitbewohner), Pete, Matt (wie Pete, HH -- Minnesota, Fremdsprachenassistent), Sarah und Kjelt mit einer Freundin im Schlauch getroffen. Kjelt ist ein befreundeter Anwalt.
Wir haben getrunken und Trinkspiele aus den USA und Deutschland ausprobiert. So etwas nenne ich Völkerverständigung. Es hat sooo viel Spaß gemacht. Wir haben Klopfen, Meiern natürlich und Kategorien gespielt. Beim letzteren wählt jemand eine Kategorie aus, wählt einen Begriff daraus und alle anderen müssen raten. Zum Beispiel Bundesstaaten der USA. Wer es errät muss trinken. Es war mittlerweile, ich glaube, 2.30 Uhr morgens. Da der Schlauch zu machen wollte sind wir spontan zu James (er wohnt um die Ecke) gegangen und haben weiter gemeiert und Klopfen gespielt.
Gegen halb vier haben die Jungs schlapp gemacht und wollten schalfen gehen. Also haben Sarah und ich uns, bewaffnet mit einer kleinen Flasche Sekt, auf den Weg gemacht. Wir sind spontan in den Hafen gegangen. Es wurde langsam hell und es war ziemlich warm. Das Wasser im Hafenbecken, hinter der Kai Bar, war unglaublich ruhig und sah sooo verlockend aus. Ein Blick jeweils zum anderen und die Sache war beschlossen. Wir haben uns nackig gemacht und sind ins Hafenbecken gesprungen. Das war sooo gut!!!!! Schnell wieder raus und nochmal, diesmal mit Anlauf. Verrückt, ich weiß, aber richtig gut. Auf dem Weg nach Hause haben wir uns ein frisches Brötchen vom Bäcker geholt und nach einer warmen Dusche und einem frühen Frühstück bin ich endlich gegen 6 Uhr morgens in mein Bett gefallen.
Heute Nachmittag haben wir Pete und Matt in der Kai Bar verabschiedet und das Wochenende resumé passieren lassen.
Alles in allem ein gelungenes Pfingstwochenende. Fotos nebenan bei flickr.


No comments:
Post a Comment