July 29, 2007
es gibt viel zu sehen
Mein Praktikum macht immer noch Spaß, auch wenn ich nicht so viel zu tun habe im Moment. Es kann nur besser werden. Das Gute ist, dass ich genug Zeit habe mir alle Projekte genauer anzuschauen und ich nerve alle mit diversen Fragen.
Am Freitag bin ich fast aus allen Wolken gefallen als ich gehört habe was eine Baugenehmigung kostet. Die ist so teuer, dass der Architekt dem Bauherrn niemals den vollen Preis dafür berechnen würde.
Wo ich gerade bei Freitag bin.
Während ich gerade im Internet gesurft habe, habe ich mit Dave gechattet. Er ist ein Freund von James den ich in Wismar kennen gelernt habe. Es war kurz vor meiner Mittagspause und er fragte wo ich denn überhaupt arbeiten würde. Wir haben festgestellt, dass sein Büro fast um die Ecke ist und er meinte wir sollten zusammen Mittag essen. Jep, klar doch. Er hat mich abgeholt und wir sind runter zum Madison Park gefahren. Am Lake Washington. Es ist eine sehr schöne Gegend voll mit gut verdienenden Menschen. Nicht weit entfernt vom Woodland Park Zoo und dem Arboretum Park. Es war definitiv besser und entspannter als meine Mittagspausen bei Starbucks oder Katy’s Coffee Shop.
Gegen 17 Uhr habe ich, wie jeden Tag, Feierabend gemacht und habe mich auf den Weg gemacht endlich meinen Check einzulösen. Da mein Bargeld recht knapp geworden ist in den letzten 3 Wochen war ich froh, dass endlich Freitag war. Denn, die US Bank hat nur am Freitag bis 18 Uhr geöffnet. Klasse!
Naja, ich bin also in die Bank und habe der Dame hinter der Glasscheibe meinen Check gereicht.
Sie hat mich mit Fragen nur so gelöchert.
Willst du nicht ein Konto bei uns eröffnen? > Nein, ich bin nur noch 2 Monate hier.<..... usw
Später bin ich nach Downtown gefahren. Ich wollte mich dort mit Eilf und Janina treffen. Elif habe ich schnell gefunden und wir sind zum ’Rock Bottom’ am Rainier Square gegangen wo wir Janina und Shawn ein paar Minuten später trafen.
Im Restaurant saßen Kim, ihr Ehemann Victor und sein Arbeitskollege Patric.
Wir haben etwas gegessen und getrunken, ich habe erfahren dass Kim eine lange Zeit in Russland war und dort Victor getroffen hat. Paul hat deutsche Vorfahren und versteht ziemlich viel deutsch.
Nach dem Essen sind wir in Richtung Belltown gegangen, wo Kim und Victor wohnen, um auf der Dachterrasse ihres Hauses weiter Bier zu trinken und den Besten Ausblick auf die Waterfront zu genießen. Das Mietshaus in dem sie wohnen ist direkt an der 1st Avenue in höhe der Broad Street welche genau am Seattle Sculpture Park ist. Neid. Allerdings zahlen sie für eine 2-Raum Wohnung auch stolze $1250,- im Monat. Und die Wohnung ist nicht riesig.
Später kamen noch Erin und Paul vorbei, sofern ich das richtig verstanden habe arbeitet Erin auch bei der Austauschorganisation so wie Kim, Elif und Janina.
Wenn ich nur nicht soooo müde gewesen wäre hätte es sicherlich noch mehr Spaß gemacht. Aber so eine 40 Stunden Woche…. Ich bin das echt nicht mehr gewöhnt.
Heute, Samstag, habe ich um 15 Uhr Elif und Janina am Pike Place Market getroffen und wir sind nach Ballard gefahren. Dort findet dieses Wochenende ein großes SeaFoodFestival statt. Seafood en masse, Live Bands und eine Menge Leute natürlich. Es hat Spaß gemacht. Ich dachte nur dass es etwas größer wäre und mehr Seafood Stände dort wären. Man konnte sie zählen und ab und zu gab es sogar einen Bratwurststand dazwischen. Hey Leute, SEAFOOD nicht Bratwurst.
Das gute in Seattle ist, dass es jeden Tag irgendetwas gibt was man machen kann oder wohin man gehen kann.
Auf meinem Weg zum Busstop heute Mittag gab es einen GarageSale und ich habe mich kurz mit den Leuten unterhalten. Es stellte sich heraus, dass Kate (es war ihr Haus) nächste Woche nach Deutschland fliegt um die ’Dokumenta’ in Kassel zu sehen. Sie arbeitet in der ’Henry Arts Gallery’ hier in Seattle und fliegt also auch etwas beruflich dort hin.
Auf jeden Fall erzählte sie zum einen, dass das Museum diesen Sommer keinen Eintritt kostet (sehr gut, denn da möchte ich sowieso hin) und zum anderen, als sie heraus fand das ich Architektur studiere, sagte sie ich solle doch Freunde von ihr kennen lernen. Sie sind Architekten hier in Seattle und machen viel für die Galerie. Sie nennen sich ’Lead Pencil Studio’ und haben ihr Büro ganz in der Nähe. Sie machen neben Architektur auch Kunstinstallationen.
Als sie den Namen sagte musste ich etwas grinsen. Kate fragte was denn sei und ich erzählte ihr, dass ich mich dort für ein Praktikum beworben habe und sie mich genommen hätten.
Jep, auch Seattle ist irgendwie auch nur ein Dorf.
PS: Fuer alle die noch eine Sommerunterkunft in der schoenen OstseeStadt Wismar suchen, habe ich einen Insidertip den ihr nicht missachtet lassen solltet.
Ferienobjekt chalet maritim - am Alten Hafen, direkt neben dem Baumhaus, also ein maritimes Trio : Baumhaus- Ohlerichspeicher und chalet maritim.
http://www.urlaub-anbieter.com/chalet-maritim.htm und www.chaletmaritim.com
July 27, 2007
just to let you know
Capitol Hill (that's where I live) is havin' a block party
Wish you all a nice weekend
July 26, 2007
Fakten Fakten Fakten....
Ich habe was zu tun und ich werde gefragt ob ich mal schnell was erledigen kann.......juhuuuuuuu
Ahhh, endlich!!!
Ich bin gerade echt gut drauf deswegen. Ich habe ja keine Ahnung ob es nur an diesem Büro, bzw den Mitarbeitern, liegt oder ob es überall so ist. Diverse Leute haben mir schon gesagt das es wohl normal sei, das Praktikanten hier nicht wirklich viel zu tun haben.... toll.
Ich werde weiter beharrlich nerven und ständig fragen was ich machen kann!!
Was ich in der kurzen Zeit in der ich in Seattle bin, festgestellt habe.
Die Leute hier sind freundlich. Wirklich ich meine freundlich!!! So richtig!!!
So richtig oberflächlich. (auf eine nette Art und Weise!!!)
Wenn man denkt das man sich gerade daran gewöhnt hat, dann merkt man wieder das man es nicht hat.
Ich meine, wenn man weiss dass, wenn dich jemand fragt ' how are you today?' er nicht wirklich erwartet das du ihm wirklich erzählst wie es dir geht, dann ist doch alles okay?!?!?!
Am Sonntag haben Janina und ich darüber mit Shawn philosophiert.
Ehrlich, mich stört es nicht wirklich, ich bin nur meistens ersteinmal relativ perplex.
Letztens hat mich jemand gefragt was ich den Tag noch so vor habe. Ich meinte nur, weiss ich noch nicht. Der Typ war entsetzt als ich das gesagt habe. Hat er denn jetzt wirklich wissen wollen was ich noch vor habe? Ich meine er hat gearbeitet.... und ich wollte nur nen Kaffee um 10 Uhr Morgens.
Also wie gesagt, wir haben darüber ausgiebig philosphiert und sind einstimmig zu dem Schluss gekommen das es auf jeden Fall ein guter Einstieg in eine Unterhaltung ist!!!
......und schon wieder ist das WE vorbei
Dieser Sonntag fing ziemlich ruhig an.
Ich habe lange geschlafen und ausgiebig gefrühstückt. Gegen Mittag habe ich mich auf den Weg Richtung ’Broadway’ gemacht.
Am ’Broadway’ gibt es unzählige kleine Geschäfte mit unglaublich witzigen und gleichzeitig genauso vielen hässlich Klamotten und Krims Krams den man im Leben nicht gebrauchen kann.
Mein Weg führte mich erneut zum ’Bauhaus’ Café, wo ich meinen Blog aktualisiert habe und diverse andere Dinge im Netz erledigt habe. Spannend, nicht?
Der Kaffee dort ist wirklich sehr gut und die Atmosphäre sowie der Ausblick machen dies zu einem meiner Lieblings-dort-gehe-ich-Kaffee-trinken-Orte.
Danach habe ich noch ein bisschen Nahrung im Supermarkt organisiert habe ein Stück Pizza gegessen und bin dann wieder nach Hause spaziert.
Gegenüber von dem Pizzarestaurant liegt das so genannte ’Shop Suey’. Ein Club in denen ständig Band’s auftreten.
So auch am Sonntag.
[….. Janina, ich habe sie am Samstag bei dem Barbeque kennen gelernt, siehe Blog vom 14.07., und sie hat mich die Woche darauf gefragt ob ich net Lust hätte zu einem Maximo Park Konzert zu gehen. Keine Frage. Klar doch. Wenn ich sie schon nicht in Deutschland gesehen habe, dann ja wohl in Seattle…….]
Bereits als ich das erste Mal daran vorbei ging viel mir sofort der provokativ riesige Tourbus von ’Maximo Park’ auf. Was ich dann auch noch äußerst amüsant fand, 3 Mädels, max 17 Jahre, harrten die ganze Zeit vor dem Eingang des Clubs aus. Sie waren die einzigen, denn Maximo Park sind in den USA relativ unbekannt.
Also, ich habe Janina und einen Freund, Shawn, kurz vor 7 am Club getroffen. Die Mädels waren immer noch da und Maximo Park hatten tatsächlich Security. Unfassbar. Aber lustig.
Bevor der eigentliche Hauptact an der Reihe war, haben noch 2 andere Bands gespielt.
Die erste, SUPER Schlecht. So etwas Grausames habe ich noch nie gehört. Das Mädel hat wohl auf Englisch gesungen, was man allerdings zwischen Rülpsen und ihren ständigen blöden Kommentaren, sie sei heute nicht sie selbst (aha), nicht wirklich registrieren konnte.
Hätte niemand gesungen dann wäre die Show eindeutig besser gewesen.
Die 2te Band konnte sich wirklich gut sehen (hören) lassen. Eine Mischung aus Björk und Beatsteaks… so ungefähr. War aber sehr gut.
Dann endlich kamen Maximo Park auf die Bühne und wir bewegten uns vor die Bühne, denn wir hatten den Rest der Show am Tisch gesessen.
Sie sind Live wirklich klasse!!!!!!!!!!!!!! Wir hatten eine Menge Spaß und zuviel Bier. Als ich nach Hause kam waren Bill und Kim noch wach und da habe ich das erste Mal gemerkt das ich fast Taub bin.
Heute, Montag, ist alles wieder gut.
Vor der nächsten Show organisiere ich mir Ohrstöpsel.
July 22, 2007
Ein langer Tag
Dann gab es erstmal Pancakes aus der Packung. Natürlich. Ihr glaubt doch nicht ehrlich das ich angfange zu kochen? vielleicht. Aber definitiv nicht morgens.
Mein Weg führte mich wieder zum Pike Place Market. Ich liebe es.
Weiter entlang der Waterfront, ständig dabei Touri's auszuweichen. Die beleiben aber auch überall im Weg stehen. Genauso schlimm wie in Wismar und überall anders in dieser Welt. Hat denen niemand gesagt das es nervt wenn sie mit 8 Leuten plötzlich ohne Vorwarnung stehen bleiben?
Von der der Waterfront bin ich südlich zum Pioneer Square gegangen. Der so genannte Altstadteil von Seattle. Hier kamen die Siedler zuerst an, nachdem sie Alkai Beach hinter sich gelassen hatten.
Arthur Denny und Doc Maynard. Gründer von Seattle.
Am Pioneer Square gibt es all diese kleinen versteckten Läden und man kann, wenn man einen Laden betritt, oftmals durch das ganze Haus gehen, weil sich hinter der unscheinbaren Fassade eine Arkade verbirgt. Wirklich toll.
Ich verbrachte ca. 2 h im Elliot Bay Book Store. Sie haben ein kleines Café im Untergeschoss. MMhh lecker. Ich muss da unbedingt wieder hin, denn sie haben wirklich unanständig viele interessante Bücher dort.
Gegen 5.30pm haben James und Sarah mich vor dem SAM abgeholt und wir sind Richtung Fremont gefahren.
Auf unserem Weg haben wir eine Freundin von den beiden abgeholt. Molly.
Sie ist sehr nett und interessant. Im Herbst wird sie nach Guatemala ziehen um die spanische Sprache in ihrem Fachgebiet besser zu lernen.
Wir sind dann am Lake Union zum 'Pacific Inn' gefahren um Fish&Chips zu essen und Bier zu trinken. Sooo lecker!!!!!!!!!!!!
Weiter ging es in Richtung Capitol Hill. Im 'Bauhaus' haben wir Kaffee getrunken. Ja es heisst Bauhaus, wie die deutsche Bauart. Ein Bild (ein sehr großes!!) von Walter Gropius hängt über dem Tresen der Bar. Angst. Zuviel Architektur auf einmal. Man hat das Gefühl er folgt einem mit seinen Augen.
Um den Abend gebührend ausklingen zu lassen, sind wir weiter nach Osten, 23rd Madison, gefahren. Im 'Twilight Zone' haben wir noch ein Bier getrunken, bevor James und Sarah mich nach Hause gefahren haben.
Coffee & Cigarettes
Es ist gar nicht so einfach hier den optimal, gut schmeckenden (für meinen Gaumen) Kaffee zu finden.
Ich glaube ich werde als nächstes den Starbucks Kaffee probieren. Für zu Hause meine ich. Keine Angst, ich bin öfter dort zu Gast als ich sollte.
Und das hat zur Folge, dass mein Kaffeekonsum enorm gestiegen ist seit ich hier bin.
Ein Problem ist, dass ich hier noch keine Kaffeelöffel zum richtigen Dosieren gefunden habe. Nicht das ich wirklich gesucht hätte, schließlich sollte man das ja auch so hinbekommen, mit dem Dosieren.
Naja, jedenfalls ist mein Kaffee, den ich selbst koche, nichts für schwache Nerven.
Wenn ihr dachtet das mein Kaffee in Deutschland stark ist, dann…… stellt es euch 5 Mal schlimmer vor. Selbst mir ist der manchmal zu stark und meine Fußnägel kräuseln sich ab und zu etwas.
Eine andere Sache, die mich wirklich von Kaffee abhängig machen könnte, (oder hat sie es bereits…?) ist die ständige Verfügbarkeit.
An jeder Ecke gibt es einen Kaffeeshop.
Starbucks,
Mittlerweile habe ich bei Starbucks und Tully’s so ziemlich fast jeden Kaffee einmal probiert.
Auf meinem Weg zum Büro ist Katy’s Coffeeshop. Sehr guter Kaffee, schon ab 7am geöffnet und natürlich günstiger als Starbucks.
Ich weiß selbst nicht so genau warum ich jetzt über Kaffee philosophiere…..es ist aber ein paar Zeilen wert, oder?
Kommt alle nach Seattle und wir gehen zusammen auf Kaffeetour, andere machen Butterfahrten, also….?! Wo seid ihr, mmmhh noch keiner da. Muss ich denn den ganzen Kaffee jetzt ohne euch trinken?
Was mich zu meinem zweiten Titelthema bringt. Zigaretten.
Sehr gut ist, seit ich morgens ab 8am arbeite und erst um 12pm Mittagspause mache, ist mein Zigarettenkonsum auf ein relativ gutes Minimum gesunken.
Hier ein kleiner Vergleich.
Habe ich noch vor ungefähr 2 Wochen mindestens eine Schachtel am Tag geraucht ist es jetzt nur noch knapp eine halbe pro Tag! Yeah, ich find’s gut.
Finanziell gleicht sich das dann aber wieder mit meinem gestiegenen Kaffeekonsum aus.
Nun, was ist gesünder? ……Jep, genau.
Nicht nur dass ich den ganzen Tag im Büro sitze, da Kim und Bill beide Nichtraucher sind, gehe ich immer auf die Veranda (der wunderschöne Porch) um eine Zigarette zu rauchen.
Was genau heisst wenn ich in meinem Zimmer unter dem Dach bin:
vom Dachboden 1 ½ Treppen in den ersten Stock und dann noch mal 2 Treppen um in das Erdgeschoss zu gelangen.
Ich habe die Stufen noch nicht gezählt, denn so schlimm ist es noch nicht. Aber ich muss auch all diese Stufen wieder nach oben steigen, und nun ja…. Ich bin faul, dass gebe ich zu.
Zwar gehe ich sehr gerne den ganzen Tag einfach nur durch Seattle und schaue mir die doch ab und zu schöne (auch mal sehr schöne) Architektur an oder setze mich an die Waterfront und beobachte Menschen, aber diese ganzen Treppen für nur 5 Minuten rauchen…..klar ich könnte gleich mehrere Rauchen. Aber mal ehrlich, nope. Never.
Ich gehe immer weniger runter, wenn ich schon mal oben bin. Was nicht heisst das ich die ganze Zeit in meinem Zimmer bin.
Entweder bin ich unterwegs oder unterhalte mich mit meinen lieben ’Vermietern’. Ich habe eher das Gefühl wir sind Mitbewohner. Kim bietet mir ständig an, die Sachen aus dem Kühlschrank mitzuessen oder mir etwas vom Supermarkt mitzubringen.
Zurück zum Thema.
Ich finde es sehr gut das man in den meisten (ich habe noch nichts anderes gesehen) Restaurants und Bars usw. nicht rauchen darf.
Das hat mich schon in Dublin nicht gestört. Im Gegenteil, man lernt andauernd neue Leute kennen und unterhält sich kurz mit ihnen.
Rauchen als Kommunikationsverstärker. Wow, wie irrsinnig.
Ich habe bis jetzt noch nie ein längeres Gespräch mit jemandem angefangen wenn ich mir einen Kaffee gekauft habe. Meistens nur ganz kurz weil ich oder der / die andere eh auf dem Sprung waren.
Also, was bleibt zu sagen?
Kaffee und Zigaretten, ich habe meine Laster noch nicht ablegen können aber Reduktion des negativeren ist ja auch schon mal ein Weg der Besserung.
Salut mes amis
July 18, 2007
Was die Welt bewegt (zumindest meine)
Gestern, Montag, habe ich mich mit Kim darüber unterhalten, dass es fast unmöglich ist, dass ich die ganze Zeit, die ich in Seattle sein werde, nur Sonne genießen kann. Tja, hätt ich nur mal nicht…. Heute Nacht hat es richtig schön geregnet. Den ganzen Tag über, Dienstag, war es grau und eklig. Ein paar verirrte Tropfen sind mir dann auch noch auf den Kopf gefallen.
Also mal ehrlich, ich hätte wirklich nichts dagegen Seattle nur von seiner sonnigsten Seite zu sehen.
Am Sonntag bin ich noch einmal losgegangen um weiter nördlich zu schauen was dort los ist.
Mein Ziel war REI. Eigentlich ist es ’nur’ ein Laden für Outdoor krams. Ich habe net schlecht gestaunt als ich mich in einem kleinen Abenteuerpark wieder gefunden habe. Wanderwege, Kletterwand, Wasserfall und mittendrin ein riesiges Geschäft mit allem was das Outdoor-Menschen Herz begehrt!!! Wirklich alles!!!!! Wanderwege gibt es sogar im Geschäft.
Ich habe recht lange gebraucht um festzustellen wo genau die Regenjacken versteckt sind. Nachdem ich sie dann schließlich gefunden hatte…. Wow, nur $79,- für ne Regenjacke!!! Toll. Sie hängt natürlich immer noch im Laden. Viel zu teuer und es scheint ja schließlich die Sonne. Zumindest meistens.
Ich bin weiter durch die Stadt gelaufen bis ich wieder an der Waterfront, Pike Place Market, war und habe wieder am Sculpture Park vorbei geschaut. Kurz dahinter befindet sich der ’Myrtle Edwards Park’. Endlich Bäume unter denen man im Schatten liegen kann und auf die Elloitt Bay schauen kann. Danach hatte ich den ganzen Tag gesucht. Aber das nette Grün zum drauf herumliegen sucht man an der Waterfront oftmals sehr lange. Schade, denn die Sonne brennt so sehr das ich mich nicht an die unzähligen Wasserspiele setzen wollte. Ich liebe die Sonne aber in Maßen!
Auf meinem Rückweg bin ich durch Belltown geschlendert und habe mich kurz hinter dem Westlake Center in den Bus geschwungen.
In Hinblick auf eine weitere Arbeitswoche mit Weckerklingeln um 6 Uhr Morgens, bin ich relativ früh in mein kuscheliges Dachzimmer gegangen um Seinfeld zu schauen.
Irgendwann gegen 11 Uhr kamen Kim und Bill nach Hause. Sie waren am Puget Sound für eine Woche.
Montag, 06.00 Uhr, mein Wecker stört mich.
Auf ging’s in eine neue Woche. Voller Spannung was ich diese Woche machen darf. Habe ich schon erwähnt dass sie kaum etwas für mich zu tun haben? Ich will ja nicht großkotzig klingen, aber….. ich fühle mich im Moment etwas unterfordert. Ich bin noch andere Maßstäbe aus meinem letzten Semester gewöhnt. Ich finde es ziemlich blöde immer darauf warten zu müssen das mit jemand eine Mini-Aufgabe gibt, die ich dann extrem lange bearbeite um den Tag herum zu bekommen. Kotz. So habe ich es mir nicht vorgestellt.
Aber das war am Montag.
Heute war Dienstag…..und naja, ein bisschen mehr zu tun aber auch nicht wirklich. Sunil, Mädchen für alles, er hat mir heute ein bisschen das Gefühl gegeben das er denkt das ich ein bisschen blöde bin. War hoffentlich keine Absicht von ihm. Ich habe mir etwas von Vinh erklären lassen und mein Tisch ist ca. 5 Meter entfernt von seinem. Sunil bestand darauf dass ich mir die 1 !!!! Änderung aufschreibe da ich sie ja auf jeden Fall vergessen werde bis ich da bin. Vielleicht wenn zwischendurch noch ein Erdbeben meinen Weg durchkreuzt oder ich eine Katze vom Baum gerettet hätte. Argh!!!!
Hoffentlich bekomme ich bald mal die Chance zu zeigen was ich wirklich kann!!!! Es regt mich gerade etwas auf.
Allerdings hoffe ich wirklich auf baldige Besserung. Mal schauen was das neue Projekt ist das ich bearbeiten soll. Es klingt schon einmal sehr interessant und Sunil machte die Bemerkung das es etwas größeres wäre……. Ich halte euch auf dem Laufenden von meinem super spannenden Praktikum (sarkastisch gemeint!)
PS: Es ist im Moment etwas schwierig mit meiner Internetsituation. Hier im Haus gibt es kein W-Lan und ich möchte nicht ständig an Kim’s PC. Sie hat Angst das das Ding explodiert oder so. Sie ist 70 Jahre alt und darf etwas nervös sein wenn es um Technik geht.
Auf jeden Fall versuche ich regelmäßig in die Kiste zu schauen und meine Mails / Blog zu lesen / aktualisieren.
July 15, 2007
Samstags in Seattle
Zuerst bin ich nach Downtown gefahren und an der 4th and Union, Koolhaas Library, ausgestiegen. Ich habe versucht auf die Aussichtsplattform des ‚Bank of America Tower’ zu fahren. Der unfreundliche Türsteher hat mir aber unmissverständlich erklärt dass der Tower am Wochenende geschlossen ist. Der Typ war wirklich angepisst. Wäre ich aber auch wenn ich an so einem sonnigen Samstag arbeiten müsste.
Das hat mich allerdings wenig beeindruckt und dann bin ich weiter meinem Sightseeing-Programm nachgegangen. Ja, ich habe mir tatsächlich einen Plan gemacht. Typical German, I know. Aber es gibt hier sooooo viel zu sehen. Ohne Plan geht das gar nicht!!!!!
Auf ging es zu einer Ferry Tour. Super günstig. Nicht wie die Hafenrundfahrten die sonst angeboten werden. Tipp von Nicole.
Ich bin nach Bainbridge Island gefahren. Es ist wirklich sehr nett dort. Eigentlich ist es mir zu sehr touristisch aber es gibt schöne un-touristische Ecken dort. Ich werde auf jeden Fall noch einmal dort hinfahren und mir alles viel genauer anschauen. Heute wollte ich nur mal schauen was es hier so alles gibt und wo es sich lohnt noch einmal hinzugehen (fahren).
Wieder an der Waterfront angelangt, habe ich mir meinen Weg durch die Touristenmassen gebahnt und mich selbst in den Bus geschwungen um an das andere Ende zu gelangen. OSP – Olympic Sculpture Park. Die Sonne war wirklich gnadenlos zu uns Kunst interessierten Freiluftfanatikern. Also mehr über diesen Park wenn ich wieder war. Fotos links
What else…..
Ich bin wieder zurück zur Pike Street gefahren. Schön ist, dass die komplette Downtown Area – Free Area ist. Also, Bus = kostenlos!!!! Jeh…
Weiter ging es zum nächsten Starbucks, Ice tea kaufen. Es war wirklich wieder heiss heute.
Da es mittlerweile schon 4 Uhr nachmittags war, habe ich mich so langsam auf den Weg zurück gemacht.
James und ich wollten ein Bier trinken gehen und nach dem ganzen herum laufen (ca. 7 h) habe ich mich ersteinmal unter dei kalte Dusche gestellt.
Gegen 18.30 kam der James dann auch vorbei und hatte eine Überraschung für mich.
Ein Freund von ihm, Jeremy, er arbeitet mit ihm bei dem Center of Wooden Boats, hat uns mit eingeladen bei ihm zu grillen. Cool…. Eine seiner Mitbewohnerin ist aus Deutschland also, auf zu Jeremy. Wir haben nur kurz was zum Grillen und Bier gekauft und dann waren wir auch schon bei ihm.
Janine, eine seiner Mitbewohnerinnen, ist aus Niedersachsen und sie ist zurzeit für ein Praktikum hier in Seattle. Vorher hat sie in Schweden gewohnt und wird dann in Deutschland weiter Skandanvistik studieren. Eine Freundin von ihr, Elif aus Münster / macht auch dieses Praktikum, und Cara (Seattle) waren ebenfalls da. Cara wohnt dort.
Ich hatte einen klasse Abend nach diesem gelungenen Tag. Das Beste ist das sie nicht weit von mir entfernt wohnen und wir bestimmt noch einmal die Gelegenheit haben werden uns zu sehen. Erstens beim Center, James will mit mir Segeln gehen (ich freu mich darauf!!!) und ich habe ein Buch von Cara bekommen. Wieder was zum lesen, :)
See pictures on left side (Brother Daniel…click on the moving ones!!!)
July 13, 2007
Another Day In Seattle
Heute bin ich das erste Mal richtig mit meinen Kollegen ins Gespraech gekommen. Da naemlich alle so vor sich her arbeiten ist es bloede zwischendurch immer zu stoeren. Wir arbeiten alle in einem bis auf gefuehlte -20 Grad heruntergekuehltem Loft, im Erdgeschoss. Mein Boss sitzt einen Stock hoeher. Im hinteren Teil ist eine Kueche und den Rest des Raumes sind Tische und Regale verteilt.
Vynh und My Luoang, (sind am laengsten; 9 Monate dabei) sie kommen aus Vietnam und haben in Daenemark studiert, sind verheiratet und wohnen mit ihren Kindern in Seattle, fragen immer ob es mir gut geht und das dort Kaffee fuer mich ist. Kirsten ist nur halbtags da, also 3 Tage die Woche (aha). Sie ist 'Bauzeichnerin' und seit 4 Montaen dabei. Heute sind wir zusammen zum City of Seattle Building gefahren, so etwas wie das hiesige Bauamt nur viel groesser und im 20. Stockwerk. Dort hatten wir die Gelegenheit mal etwas zu reden. Ich habe erfahren das alle ziemlich neu in dem Buero sind da Mark keine Lust mehr auf Fragen und Antworten hat. So ungefaehr. Er ist cool und absolut umgaenglich. Dann ist da noch Pete (Student) und mit am laengsten da. Denn er hat schon im letzten Sommer dort gearbeitet. Sunil (3 Monate) aus Fidji, das 'Maedchen fuer alles' um Mark zu entlasten. Ich habe mir sagen lassen das er sich in alles einmischt und niemand das dort mag. Aber ich glaube das ist sein Job. Niemand will aber seinen Anweisungen Folgen und fragt Mark. Tja....
Ich fuehle mich in diesem kleinen Chaos total wohl und schaue mal was mich als naechstes erwartet. Laut Kirsten entwirft Mark fast alle Gebaude. Ich hoffe ich bekomme nochmal die Gelegenheit seelbst etwas zu kreieren.
Nach der Arbeit bin ich mit dem Bus fuer nur $1,50 (0,90 euro) nach Downtown Seattle gefahren. Ich habe mich etwas umgeschaut und ein Paar Sachen besorgt. Auf dem nach Hauseweg bin ich umsonst gefahren da mein Ticket noch gueltig war. (Deutschland, nimm dir ein Beispiel) Ganz Downtown ist sogar komplett Kostenlos!!!!
Waehrend der Fahrt ist mir aufgefallen das Seattle nicht so gross ist. Alles was ich brauche oder was interessant ist sich anzuschauen, ist in meiner Naehe. Gut ich wohne auch in guenstiger Lage aber irgendwie wird nach ein Paar Tagen selbst die groesste Stadt ueberschaubar.
Mehr Fotos zum anschauen...auf die Bilder klicken...nur als Tip :)
July 11, 2007
Working in Seattle
Also, die Fakten:
Ich habe 5 Kollegen. Einer davon ist Student und nur ueber den Sommer hier. Die anderen 4 sind feste Mitarbeiter. Sie und mein Boss, Mark, sind unheimlich nett und geduldig. Dieses verflixte Inch und Feet System haetten sie aber auch wirklich schon einmal ablegen koennen. Naja, man lernt nie aus, oder? So langsam habe ich es drauf und es ist erst mein 2ter Tag.
Ich bin gerade dabei ein Buerogebaude zu aendern. Das Ding ist ziemlich gross und es ist garnicht so einfach sich in die bereits 1 Jahr alte Planung hinein zu denken.
Mir macht es auf jeden Fall sehr viel Spass und gelernt habe ich auch schon ohne Ende, naemlich, das die deutschen viel zu komplieziert bauen und die Hausplanung viel zu strin(g)gend und verkrampft ist. Die Grundrisse hier, gefallen mir besser. Aber das haben sie auch schon vorher.
July 10, 2007
Seattle_Samstag / Sonntag
Später am Nachmittag kamen Sarah und James vorbei um mit mir die angekündigte Seattle Site Seeing Tour zu absolvieren. Es war klasse. Wir sind ca. 3 Stunden durch Ost-, West- und Nord Seattle gefahren. Haben hier und angehalten und haben in Ballard (ich schicke noch eine Karte) ein Bier getrunken.
Habe ich erwähnt das es in Seattle total heiss ist? Es sind kaum Wolken am Himmel und es ist heiss!!!!!!!!! Am Mittwoch sollen es bis zu 90° Fahrenheit werden. Keine Ahnung wie viel das ist, aber es wird viel sein. Schlau net!?! :)
Am Abend haben mich die 2 dann wieder abgeholt. Dave war auch dabei und wir sind erstmal zu Dick’s gefahren um etwas zu essen. Leider hat mein Magen mal wieder durchgedreht und wollte keinen Burger haben. Also ass ich Pommes, aber beim nächsten Mal….
Wir sind dann wieder nach Ballard gefahren um im Tractor’s ein Konzert zu sehen. Tim Seels, ein Freund von James, und seine Band haben als letztes von 3 Band’s gespielt und sie waren definitiv die besten.
Wir waren erst spät zurück also habe ich heute (Sonntag) ausgeschlafen. 10 am. Keine Ahnung warum ich net länger schlafen kann. Muss die Aufregung sein. Meinem Magen geht es heute viel besser und ich habe von Kim leckeres Rührei zum Frühstück bekommen. Die 2 sind einfach lieb.
Dann ging ich los um die Gegend zu erkunden. Erstmal habe ich mir von Kim noch mal erklären lassen in welche Richtung ich am besten starte und los ging’s. Zuerst habe ich mir ein Handy besorgt und die hiesigen Supermärkte erkundet. Das war östlich. Dann bin ich den Weg zurück bis nach Downtown, westlich, an den Hafen. Ich war ziemlich lange unterwegs aber es war toll. Wieder alles zu sehen was Kay und ich in 2004 in 3 Tagen abgegrast haben. Ich bin etwas sprachlos. Ich bin einfach nur froh das ich hier sein kann.
Gegen 5 pm war ich wieder bei Kim und Bill und habe ihre Familie kennen gelernt. Ihre zwei Töchter waren hier mit ihren Kindern und Ehemänner. Insgesamt waren wir 12 Leute. Wie hatten Barbeque mit allem was man gerne mag und nachdem Rachel (das Geburtstagskind) ihre Geschenke ausgepackt hatte gab es noch leckeren Schokokuchen mit Eis. Es war ein gelungener Tag und ich konnte eine unheimlich liebe Familie kennen lernen.
Morgen geht es zum ersten Mal wieder zur Arbeit. Ich bin gespannt wie es wird und wie die Leute dort so sind. Wie ich die Bewohner Seattle’s aber bisher kennen gelernt habe wird es mir eine Menge Spaß machen.
Fotos auf Flickr
New York_9 Stunden excl. Verspaetung
In Newark gibt es einfach nichts interessantes zu sehen.
Ich habe ein Buch zu ende gelesen und ein neues angefangen. Bin zich Mal raus gegangen um eine zu rauchen und musste natuerlich mein ueberdimensioniertes Handgepaeck mitnehmen. Merke, so wenig wie moeglich mitnehmen!
Als dann die 9 Stunden endlich rum waren, juhu, das Flugzeug ist da, aber nicht am richtigen Gate. 1 Stunde laenger warten, zu viele nervige kleine Kinder auf einem Haufen und unendliche Muedigkeit. Aber dann.... nochmal 7 Stunden Flug. Wie mir mein Nachbar erzaehlte hatten wir ganz gute Turbolenzen. Ich habe die ganze Zeit geschlafen und nichts gemerkt.
Gegen 01.00 am Ortszeit hatte ich endlich auch mein Gepaeck und Sarah und James fuhren mich zu Kim und Bill. Hier werde ich nun die naechsten 3 Monate wohnen. Fotos links
Die beiden sind unheimlich lieb und bemuehen sich das ich mich hier wohl fuehle.
Eine lange Reise nach Seattle hat sich aber gelohnt, wie i ch am Samstag herausfand....
July 04, 2007
auf dem Dorf
Nachdem ich gestern noch ein paar Dinge besorgt habe, unglaublich was ich alles mitschleppen werde, habe ich gestern abend Melli, Robert (ihr Freund) und Kay wieder gesehen. Kay hat mich am Montag abgeholt und wir konnten schon auf der Fahrt mit einander reden, aber es ist nicht das selbe als wenn man gemütlich zu Hause sitzt. Ich kenne die drei mittlerweile eine Ewigkeit und leider habe ich sie alle etwas vernachlässigt während ich in Wismar studiere. Es ist immer wieder schön wenn ich sie alle wiedersehen kann. Ich habe die Hoffnung und werde mich bemühen endlich wieder mehr Kontakt mit ihnen zu haben.
Da Ralf es leider nicht geschafft hat gestern mit dabei zu sein, ich kenne ihn ebenfalls schon sehr lange, wir waren mal zusammen in der Grundschule, kommt er heute bei meinen Eltern vorbei und bringt den Kayshi mit. Von gestern abend sind schon ein paar Fotos auf meiner Seite, links.
Im Moment werde ich wirklich immer nervöser was meine Abreise am Freitag betrifft. Irgendwie ist es merkwürdig, denn was mich so richtig erwartet weiss ich schließlich nicht.
Für Stammgast Ronny und alle die es interessiert: ein paar Fotos von meinen ersten Versuchen mit einer Spiegelreflex Kamera findest du links bei den Fotos
July 01, 2007
letzte Nacht in Wismar
Ich kann es nicht so richtig erklären, aber wenn man, so wie ich und mein halbes Matrikel, die letzten sechs Monate fast am Stück durchgearbeitet hat, und ein Paar Zwischenfälle wie eine Knie OP über sich ergehen lassen musste, fällt es einem wirklich schwer, ganz einfach nichts zu machen. Ich habe es versucht aber es ging nicht. Ich hatte ein schlechtes Gewissen einfach nur vor dem blöden Fernseher zu hocken. Also platzierte ich mich vor meinen, an meinen Körper gewachsenen, PC und machte mit meinem Statik Skript weiter. Am Samstag gegen 15 Uhr war es dann auch gedruckt und fertig verstaut zum binden. Puh, geschafft. Jetzt ist das vierte Semester wirklich passé.
Da am Samstag James' letzter Abend in Wismar war haben wir uns um 18 Uhr in der Löwenapotheke zu einem Gläschen Wein verabredet. Egon 'ein befreundeter Anwalt-und eigentlich heisst er Hendrik' war ebenfalls dort. Wir unterhielten uns und haben das bunte Treiben im neu eröffneten Café nebenan beobachtet.
Später sind James und ich in Richtung Hafen gegangen. Auf der Gegenüberliegenden Kaikante haben wir das Hafenfest beobachtet auf dem wir am Freitagabend zuvor eine Fahrt im Riesenrad und danach im 'Breakdancer' gewagt haben. Dieser Breakdancer war der schlimmste in dem ich jeh gefahren bin. Und da wir ja nun schoneinmal im Hafen waren haben wir in der 'Kai Bar' einen Kaffee getrunken und über das letzte Jahr philosophiert.
Danach ging es in die Volkskammer. Ich war noch nie dort. Aber ich kann es jedem empfehlen. Da drinnen herrscht absolute DDR-Nostalgie. Pitt, der Besitzer, hat unglaublich viele Relikte :) aus dieser Zeit im ganzen Laden verstreut. Es ist wirklich interessant all diese Dinge zu sehen.
Um unsere kleine Kneipentour abzurunden sind wir natürlich zuletzt in den Schlauch gegangen. Robert - James' Mitbewohner - und Caro - Roberts Freundin - sind später dazu gekommen und wir hatten wirklich viel Spass. Ich kenne jetzt ein paar mehr Baseballregeln aber ich befürchte James verheimlicht mir noch viele mehr.
Heute Morgen kurz vor 9 Uhr haben Caro und ich James zum Bahnhof begleitet. Ich bin froh das ich sagen konnte, 'Bis Freitag dann'. Es ist schade das er und Andy nicht mehr in Wismar sind. Aber wie ich selbst gesagt habe, jede Gute Zeit hat ein Ende und eine Neue beginnt.
Eigentlich dachte ich, dass ich mich nochmal schlafen lege, wenn ich vom Bahnhof komme. Hat allerdings nicht ganz geklappt. Ich habe versucht meine Sachen in den Rucksack zu packen, den ich vor kurzem erstanden habe. Beim dritten Mal aussortieren hatt es dann auch funktioniert. Das ist toll, ich habe einen Rucksack der mir hilft nicht zu viel unnötiges Zeugs mitzunehmen :)
Gegen Mittag habe ich mit Claudia - sie ist noch immer in Perth - telefoniert und wir haben unserer Bierleidenschaft gefröhnt. Jep, am Telefon. Ich weiss.
Danach bin ich zu einem Stammgast aus dem Schlauch - er hat auch mal im Schlauch gearbeitet, Ronny - um ihm ein paar CD's zu bringen und eine analoge Spiegelreflex Kamera abzholen. Ronny hat mir angeboten, da er eine digitale Kamera erstanden hat, seine analoge in Seattle ausprobieren zu können. Ich habe dann auch gleich mal zwei Filme im Hafen und der Innenstadt verknipst. Morgen werde ich sehen, was ich da zu stande gebracht habe.
Es geht noch weiter. Eigentlich wollte ich einen ruhigen Sonntag verbringen.
Abends haben wir Schlauch Mädels uns im New Orleans getroffen. Ich habe überteuertes Gemüse gegessen - ich hatte eine kleine Vorspeise bestellt und rechnete fest mit fritiertem Gemüse, stattdessen brachte die unfreundliche Kellnerin Gemüse im Glas mit Dips. Es gab eine halbe Karotte, zwei stangen Gurke, Paprika und Dips für €4,50!!! Ich war etwas schockiert. Hätte ich allerdings die Karte ganz genau gelsen, naja. Aber ich hatte endlich wieder die Gelegenheit mich mit Katja und Cindy zu unterhalten. Sie haben vor mir im Schlauch gearbeitet und teilweise noch während ich dort letztes Jahr angefangen habe.
Tja, und da wir alle aus dem Schlauch sind..... ja wir waren danach noch kurz im Schlauch.
Morgen abend wird Kay, ein sehr guter Freund, mich abholen und mich zu meinen Eltern fahren. Ich habe sie lange nicht gesehen und werde mich diese Woche bei ihnen entspannen und so viel Zeit wie möglich mit ihnen und meinen Freunden verbringen bevor ich am Freitag nach Seattle fliegen werde.

