Am Samstag bin ich nach West Seattle gefahren. Sarah und James wohnen dort und haben einen 'Garage Sale' gemacht um all ihre Sachen, die sie nicht mit nach Chicago nehmen, zu verkaufen.
Ich habe mit den anderen dort etwas herum gehangen. James' Eltern, Mary und Chuck waren ebenfalls dort. Sie haben uns etwas später mit super leckerem Eis versorgt und mich zum Essen eingeladen. Mal schauen wann ich das schaffe. Dei zwei sind wirklich super lieb und eine Unterhaltung mit ihnen ist sehr unterhaltsam.
MC und Nicola haben hereingeschaut und 2 von MC's Kindern waren mit dabei.
(es tut mir leid wenn meine Sätze ab und zu etwas monoton klingen mögen aber das liegt daran das ich hier so gut wie nie! deutsch rede und es mir doch etwas schwer fällt relativ kultiviert und interessant zu schreiben)
Ich habe Sarah's Mitbewohnerin Elena kennen gelernt. Sie hat zwar auch beim Garage Sale mitgemacht und wird auch diesen Sonntag ausziehen aber bleibt bis September noch in Seattle.
Elena hat mich dnn auch später runter zum Alki Beach gefahren. Und da ich schon einmal in der Gegend war bin ich natürlich am Alki Beach entlang gegangen. Es ist recht überschaubar aber wirklich schön. Es gibt kleine Imbisse und ein paar Straßenkünstler waren auch unterwegs.
Während meines Spazierganges kam ich an ein paar Beach Volleyballplätzen vorbei auf denen gerade gespielt wurde und ich muss sagen die Jungs waren gar nicht so schlecht. Ganz gut gespielt haben sie glaube ich auch.
Um zurück nach Downtown Seattle zu gelangen habe ich, auf Elena’s Tip hin, das Wassertaxi genommen. Es ist ein normal großes Boot mit Deck und es fährt für günstig Geld, für mich umsonst da ich einen Buspass habe, zwischen Downtown und West Seattle hin und her.
Es ist wirklich sehr entspannend ständig das Wasser in der Nähe zu haben auf dem man dem Großstadt Stress entkommen kann. Wobei NYC um einiges schlimmer ist, was den Stress angeht. Dort haben sie nicht so viele Coffee Shops in denen man kurz die Füße hochlegen kann.
Bei meiner zwischendurch Unterkunft angekommen habe ich mich mit Janina auf ein Bier verabredet.
Wir haben uns am Broadway getroffen und sie hatte Mariana im Schlepptau. Sie ist seit gut einer Woche in Seattle und kommt, woher sonst, aus Hamburg.
Nichts gegen Hamburg, es ist toll! Aber, bisher habe ich nur deutsche aus dem Norden Deutschlands kennen gelernt. Ist denn kein Südländer in Seattle? Es ist etwas irritierend mehr nicht. Sie studiert ebenfalls Architektur und ist in einem Architekturbüro in Olympia, Hauptstadt von Washington und ca. 1 h Autofahrt entfernt. Wir sind ins Elysian gegangen. Eine von vielen städtischen Brauereien. Ich kann mir zwar die ganzen Biersorten nicht merken aber es schmeckt. Allerdings hat mich noch kein Bier so richtig vom Hocker gerissen. Ich bin verwöhnt, ich weiß.
Die zwei sind danach in ein Konzert und ich habe mich in Richtung Matratze gemacht. Seitdem ich einen geregelten Tagesablauf habe bin ich ab 10 Uhr abends zu nichts mehr wirklich zu gebrauchen.
Am sonnigen Sonntag habe ich den Broadway erkundet und bin in den Volunteer Park gegangen der sich am Ende vom Broadway befindet.
Dort war gerade ein Radrennen in vollem Gange und ich Sepp laufe natürlich im Weg rum, sodass drei der spindeldürren Radler bremsen mussten und mich aufs übelste beschimpft haben.
Ich habe mir meinen Weg zum ehemaligen Wasserturm gebahnt und ihn erklommen. Mit Blick auf den Lake Washington konnte ich dann auch die Blue Angels bei ihren waghalsigen Manövern bewundern. Am Wochenende war in Seattle SeaFair. Was soviel heisst wie, Powerbootrennen und eine Show der Blue Angels eben.
Gleich um die Ecke, wieder über den gefährlichen Radweg…. Ist das Seattle Asian Art Museum. $3 Studenteneintritt und die Erkenntnis dass ein kompletter Flügel geschlossen ist, haben mich etwas frusten lassen. Die Ausstellung ist wirklich interessant und äußerst beeindruckend. Allerdings hätte ich es sehr nett gefunden, von den Damen und Herren Angestellten mir das doch vorher zu sagen, das der andere Flügel am 9. August! wieder öffnet. Danke dafür. Im Keller, neben den Toiletten (!) stand dann noch dieses geniale Umgebungsmodell vom Sculpture Park herum.
Da ich ja eh schon so fleißig (wiedereinmal) am herumlaufen und sightseeing war, bin ich runter zum Seattle Center. Am International Fountain, ich hatte keine Ahnung dass der so groß ist, waren einige Kinder und Erwachsene dabei sich abzukühlen. Wirklich, das Teil ist riesig!
Noch ein paar Schnappschüsse von der Space Needle und ein Blick ins EMP (Experience Music Project -- werde ich mir später noch anschauen, ich warte auf schlechtes Wetter um den halben Tag in einem geschlossenen dunklen Gebäude zu verbringen) und ab mit der Monorail nach Downtown. Ich habe mir ein Käffchen an den Harbour Steps gegönnt und gelesen wobei mir die Sonne auf den Kopf schien. Resultat: Kopfschmerzen. Klasse.
Nachdem ich mich am Montag morgen aus dem Bett gequält habe (ich könnte wirklich einen Studententag gebrauchen – nicht vor 10 Uhr aufstehen und gerne bis um 20 Uhr arbeiten) wurde ich von Amanda abgeholt. Wir sind nach Tacoma gefahren um ein weiteres Baseball Spiel zu sehen. Auf dem Weg dorthin haben wir ihren Freund, Steve, abgeholt. Am Stadion haben bereits alle gewartet. Sarah, James, MC, Dave, Nicole und Tim. Nicole kennen einige von euch noch aus Wismar als sie James besucht hat. Sie war ein Jahr lang in Trier. Tim ist ihr Freund. Es ist echt klasse das ich die Gelegenheit habe alle, die ich in Wismar kennen gelernt habe, hier in Seattle wieder zu sehen. Nicole ist jetzt seit einer Woche wieder zurück. Wir werden wohl einiges zusammen unternehmen, worauf ich mich schon freue. Sie ist wirklich witzig und man hat eine gute Zeit mit ihr.
Alle zusammen haben wir das Spiel der Tacoma Rainiers vs Nashville Sounds gesehen. Das Stadion war viel kleiner und es gab auch keine Jingles in den Pausen (zumindest nicht so laut). Dafür hat das Maskottchen ’Rhubarb das Rentier alles versucht um uns zum lachen und in gute Laune zu bringen. Es hat geklappt. Ich fand es gut auch ein normal großes Stadion zu sehen. Das Safeco Field ist wirklich absolut erste Liga. Ich hatte eine Menge Spaß auch wenn Seattle wirklich lahm war und das Spiel im neunten Inning endete. 6:0 für Nashville. Schande.
Nun sitze ich im Keller und hoffe wirklich das ich morgen (Mittwoch) wieder zu Kim und Bill ziehen werde. Ich bin, was das angeht, noch immer nicht schlauer. Ich weiss nur genau das es diese Woche ist.
Der Kühlschrank in meinem Zimmer treibt mich Nachts in den Wahnsinn (alle 30 Minuten) und wenn jemand über mir die Treppen hoch geht hört es sich an als wenn das Haus gleich einstürzt. Ein glatter Nachteil von reinen Holzhäusern. Schallschutz, das wäre mal ne Idee die ich hier vielleicht anbringen könnte. Wobei, bei den neueren Häusern wird da peinlichst drauf geachtet. Ich habe ohnehin festgestellt, dass die Amis uns in nichts nachstehen wenn es um Baugesetze geht. Der Unterschied ist das diese Gesetze manchmal wirklich bis ins kleinste Detail beschrieben sind. Was schlimmer ist als in Deutschland.
In den Bauzeichnungen steht teilweise tatsächlich drin mit wie viel Schrauben das Waschbecken befestigt werden muss. Doh! Einfach jeweils eine Schraube dahinein wo ein Loch ist, welches wohl für eine Schraube bestimmt ist?
Bei dem Wort Doh! fällt mir ein dass ich den Simpsons Film noch sehen möchte.
Nicole's und Janina's blog sind in meiner Link liste aufgeführt, wenn ihr da mal reinschauen mögt.


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