July 29, 2007

es gibt viel zu sehen

…und wieder geht eine Woche zu Ende. Es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Jetzt beginnt schon die 4te Woche und mir kommt es vor wie gerade einmal zwei.

Mein Praktikum macht immer noch Spaß, auch wenn ich nicht so viel zu tun habe im Moment. Es kann nur besser werden. Das Gute ist, dass ich genug Zeit habe mir alle Projekte genauer anzuschauen und ich nerve alle mit diversen Fragen.
Am Freitag bin ich fast aus allen Wolken gefallen als ich gehört habe was eine Baugenehmigung kostet. Die ist so teuer, dass der Architekt dem Bauherrn niemals den vollen Preis dafür berechnen würde.

Wo ich gerade bei Freitag bin.
Während ich gerade im Internet gesurft habe, habe ich mit Dave gechattet. Er ist ein Freund von James den ich in Wismar kennen gelernt habe. Es war kurz vor meiner Mittagspause und er fragte wo ich denn überhaupt arbeiten würde. Wir haben festgestellt, dass sein Büro fast um die Ecke ist und er meinte wir sollten zusammen Mittag essen. Jep, klar doch. Er hat mich abgeholt und wir sind runter zum Madison Park gefahren. Am Lake Washington. Es ist eine sehr schöne Gegend voll mit gut verdienenden Menschen. Nicht weit entfernt vom Woodland Park Zoo und dem Arboretum Park. Es war definitiv besser und entspannter als meine Mittagspausen bei Starbucks oder Katy’s Coffee Shop.

Gegen 17 Uhr habe ich, wie jeden Tag, Feierabend gemacht und habe mich auf den Weg gemacht endlich meinen Check einzulösen. Da mein Bargeld recht knapp geworden ist in den letzten 3 Wochen war ich froh, dass endlich Freitag war. Denn, die US Bank hat nur am Freitag bis 18 Uhr geöffnet. Klasse!
Naja, ich bin also in die Bank und habe der Dame hinter der Glasscheibe meinen Check gereicht.
Sie hat mich mit Fragen nur so gelöchert.
Willst du nicht ein Konto bei uns eröffnen? > Nein, ich bin nur noch 2 Monate hier.<..... usw

Später bin ich nach Downtown gefahren. Ich wollte mich dort mit Eilf und Janina treffen. Elif habe ich schnell gefunden und wir sind zum ’Rock Bottom’ am Rainier Square gegangen wo wir Janina und Shawn ein paar Minuten später trafen.
Im Restaurant saßen Kim, ihr Ehemann Victor und sein Arbeitskollege Patric.
Wir haben etwas gegessen und getrunken, ich habe erfahren dass Kim eine lange Zeit in Russland war und dort Victor getroffen hat. Paul hat deutsche Vorfahren und versteht ziemlich viel deutsch.
Nach dem Essen sind wir in Richtung Belltown gegangen, wo Kim und Victor wohnen, um auf der Dachterrasse ihres Hauses weiter Bier zu trinken und den Besten Ausblick auf die Waterfront zu genießen. Das Mietshaus in dem sie wohnen ist direkt an der 1st Avenue in höhe der Broad Street welche genau am Seattle Sculpture Park ist. Neid. Allerdings zahlen sie für eine 2-Raum Wohnung auch stolze $1250,- im Monat. Und die Wohnung ist nicht riesig.
Später kamen noch Erin und Paul vorbei, sofern ich das richtig verstanden habe arbeitet Erin auch bei der Austauschorganisation so wie Kim, Elif und Janina.
Wenn ich nur nicht soooo müde gewesen wäre hätte es sicherlich noch mehr Spaß gemacht. Aber so eine 40 Stunden Woche…. Ich bin das echt nicht mehr gewöhnt.

Heute, Samstag, habe ich um 15 Uhr Elif und Janina am Pike Place Market getroffen und wir sind nach Ballard gefahren. Dort findet dieses Wochenende ein großes SeaFoodFestival statt. Seafood en masse, Live Bands und eine Menge Leute natürlich. Es hat Spaß gemacht. Ich dachte nur dass es etwas größer wäre und mehr Seafood Stände dort wären. Man konnte sie zählen und ab und zu gab es sogar einen Bratwurststand dazwischen. Hey Leute, SEAFOOD nicht Bratwurst.

Das gute in Seattle ist, dass es jeden Tag irgendetwas gibt was man machen kann oder wohin man gehen kann.
Auf meinem Weg zum Busstop heute Mittag gab es einen GarageSale und ich habe mich kurz mit den Leuten unterhalten. Es stellte sich heraus, dass Kate (es war ihr Haus) nächste Woche nach Deutschland fliegt um die ’Dokumenta’ in Kassel zu sehen. Sie arbeitet in der ’Henry Arts Gallery’ hier in Seattle und fliegt also auch etwas beruflich dort hin.
Auf jeden Fall erzählte sie zum einen, dass das Museum diesen Sommer keinen Eintritt kostet (sehr gut, denn da möchte ich sowieso hin) und zum anderen, als sie heraus fand das ich Architektur studiere, sagte sie ich solle doch Freunde von ihr kennen lernen. Sie sind Architekten hier in Seattle und machen viel für die Galerie. Sie nennen sich ’Lead Pencil Studio’ und haben ihr Büro ganz in der Nähe. Sie machen neben Architektur auch Kunstinstallationen.
Als sie den Namen sagte musste ich etwas grinsen. Kate fragte was denn sei und ich erzählte ihr, dass ich mich dort für ein Praktikum beworben habe und sie mich genommen hätten.

Jep, auch Seattle ist irgendwie auch nur ein Dorf.

PS: Fuer alle die noch eine Sommerunterkunft in der schoenen OstseeStadt Wismar suchen, habe ich einen Insidertip den ihr nicht missachtet lassen solltet.

Ferienobjekt chalet maritim - am Alten Hafen, direkt neben dem Baumhaus, also ein maritimes Trio : Baumhaus- Ohlerichspeicher und chalet maritim.
http://www.urlaub-anbieter.com/chalet-maritim.htm und www.chaletmaritim.com

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