Nachdem am Freitag die letzte von nur drei Klausuren geschrieben war, BWL/Baurecht/Büroorganisation, hatte ich das erste Mal das Gefühl dieses Semester hinter mich gebracht zu haben. Aber widerrum auch irgendwie nicht.
Ich kann es nicht so richtig erklären, aber wenn man, so wie ich und mein halbes Matrikel, die letzten sechs Monate fast am Stück durchgearbeitet hat, und ein Paar Zwischenfälle wie eine Knie OP über sich ergehen lassen musste, fällt es einem wirklich schwer, ganz einfach nichts zu machen. Ich habe es versucht aber es ging nicht. Ich hatte ein schlechtes Gewissen einfach nur vor dem blöden Fernseher zu hocken. Also platzierte ich mich vor meinen, an meinen Körper gewachsenen, PC und machte mit meinem Statik Skript weiter. Am Samstag gegen 15 Uhr war es dann auch gedruckt und fertig verstaut zum binden. Puh, geschafft. Jetzt ist das vierte Semester wirklich passé.
Da am Samstag James' letzter Abend in Wismar war haben wir uns um 18 Uhr in der Löwenapotheke zu einem Gläschen Wein verabredet. Egon 'ein befreundeter Anwalt-und eigentlich heisst er Hendrik' war ebenfalls dort. Wir unterhielten uns und haben das bunte Treiben im neu eröffneten Café nebenan beobachtet.
Später sind James und ich in Richtung Hafen gegangen. Auf der Gegenüberliegenden Kaikante haben wir das Hafenfest beobachtet auf dem wir am Freitagabend zuvor eine Fahrt im Riesenrad und danach im 'Breakdancer' gewagt haben. Dieser Breakdancer war der schlimmste in dem ich jeh gefahren bin. Und da wir ja nun schoneinmal im Hafen waren haben wir in der 'Kai Bar' einen Kaffee getrunken und über das letzte Jahr philosophiert.
Danach ging es in die Volkskammer. Ich war noch nie dort. Aber ich kann es jedem empfehlen. Da drinnen herrscht absolute DDR-Nostalgie. Pitt, der Besitzer, hat unglaublich viele Relikte :) aus dieser Zeit im ganzen Laden verstreut. Es ist wirklich interessant all diese Dinge zu sehen.
Um unsere kleine Kneipentour abzurunden sind wir natürlich zuletzt in den Schlauch gegangen. Robert - James' Mitbewohner - und Caro - Roberts Freundin - sind später dazu gekommen und wir hatten wirklich viel Spass. Ich kenne jetzt ein paar mehr Baseballregeln aber ich befürchte James verheimlicht mir noch viele mehr.
Heute Morgen kurz vor 9 Uhr haben Caro und ich James zum Bahnhof begleitet. Ich bin froh das ich sagen konnte, 'Bis Freitag dann'. Es ist schade das er und Andy nicht mehr in Wismar sind. Aber wie ich selbst gesagt habe, jede Gute Zeit hat ein Ende und eine Neue beginnt.
Eigentlich dachte ich, dass ich mich nochmal schlafen lege, wenn ich vom Bahnhof komme. Hat allerdings nicht ganz geklappt. Ich habe versucht meine Sachen in den Rucksack zu packen, den ich vor kurzem erstanden habe. Beim dritten Mal aussortieren hatt es dann auch funktioniert. Das ist toll, ich habe einen Rucksack der mir hilft nicht zu viel unnötiges Zeugs mitzunehmen :)
Gegen Mittag habe ich mit Claudia - sie ist noch immer in Perth - telefoniert und wir haben unserer Bierleidenschaft gefröhnt. Jep, am Telefon. Ich weiss.
Danach bin ich zu einem Stammgast aus dem Schlauch - er hat auch mal im Schlauch gearbeitet, Ronny - um ihm ein paar CD's zu bringen und eine analoge Spiegelreflex Kamera abzholen. Ronny hat mir angeboten, da er eine digitale Kamera erstanden hat, seine analoge in Seattle ausprobieren zu können. Ich habe dann auch gleich mal zwei Filme im Hafen und der Innenstadt verknipst. Morgen werde ich sehen, was ich da zu stande gebracht habe.
Es geht noch weiter. Eigentlich wollte ich einen ruhigen Sonntag verbringen.
Abends haben wir Schlauch Mädels uns im New Orleans getroffen. Ich habe überteuertes Gemüse gegessen - ich hatte eine kleine Vorspeise bestellt und rechnete fest mit fritiertem Gemüse, stattdessen brachte die unfreundliche Kellnerin Gemüse im Glas mit Dips. Es gab eine halbe Karotte, zwei stangen Gurke, Paprika und Dips für €4,50!!! Ich war etwas schockiert. Hätte ich allerdings die Karte ganz genau gelsen, naja. Aber ich hatte endlich wieder die Gelegenheit mich mit Katja und Cindy zu unterhalten. Sie haben vor mir im Schlauch gearbeitet und teilweise noch während ich dort letztes Jahr angefangen habe.
Tja, und da wir alle aus dem Schlauch sind..... ja wir waren danach noch kurz im Schlauch.
Morgen abend wird Kay, ein sehr guter Freund, mich abholen und mich zu meinen Eltern fahren. Ich habe sie lange nicht gesehen und werde mich diese Woche bei ihnen entspannen und so viel Zeit wie möglich mit ihnen und meinen Freunden verbringen bevor ich am Freitag nach Seattle fliegen werde.
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1 comment:
Danke Dir für die Erwähnung. Bin gespannt auf Deine Fotos mit der Spiegelreflex! Schlauch im Schlauch im Schlauch? Bin auch gespannt darauf, was demnächst von Dir zu lesen ist. Komm gut an - Stammgast Ronny
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