Es ist ja leider nicht zu verhindern, dass auch die schönste Zeit einmal zu Ende geht….
Nun ist er da, mein letzter Tag in Seattle und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los das diese Stadt es mir relativ leicht machen will zu gehen. Es regnet in strömen draußen und dabei wollte ich noch einmal nach Downtown. Vielleicht wird’s ja später noch besser.
Am Freitag war mein letzter Tag bei Mark und er endete bereits um 15.00 Uhr da einfach nichts mehr zu tun war. Vinh, My und Sunil waren echt süß und ich musste fast weinen als wir uns verabschiedet haben. Es war eine wunderbare Zeit dort und ich werde alle wahnsinnig vermissen. Zum Abschied haben sie mir das Foto vom Lunch im Madison Park geschenkt in einem super Seattle Bilderrahmen. Ich wusste erst nicht so recht was es ist als ich es auspackte weil es so schwer ist.
Nachmittags habe ich mich mit Amanda im Café Vivace am Broadway/Cal Anderson Park getroffen. Wir haben ein Käffchen getrunken und meine Zeit hier resumé passieren lassen. Und dann noch ein Abschied. Zwei an einem Tag, das ist echt frustrierend. Aber ich hoffe dass Amanda bald ihre Prag Reise antritt und dann in Wismar vorbeischaut. So wie alle anderen vielleicht irgendwann in Deutschland vorbeischauen werden.
Samstagmittag habe ich Elena und die kleine Olivia (sie 3 Jahre alt und Elena wohnt in dem Haus wo Olivia eben auch wohnt und passt ab und zu auf die Kiddies auf) zum Pizza essen getroffen. Da Elena die letzte Woche in San Francisco war konnten wir uns vorher leider nicht sehen. Olivia hat uns die ganze Zeit wirklich gut unterhalten und hat uns gezeigt wie viel Spaß es macht alles und jeden abzulecken (grins) Nein, wirklich sie ist super süß. Zum Dessert sind wir zu Delatante? gegangen um lecker Tiramisu zu essen und Vanilleeis für die kleine. Ich habe Olivia dann die Geschichte von Aschenputtel auf Deutsch erzählt. Ihr Dad kommt aus Deutschland und ihre Ma aus Indien, und so kommt es das Olivia gerne fremde Sprachen hört.
Gegen 21.oo Uhr haben Kim, Bill und ich uns aufgemacht um den langen Weg zu den Nachbarn anzutreten. Zuvor habe ich Kim geholfen Cookies zu backen die wir mit auf die “Wig ’n Skirt“ (Perücke und Rock) Party genommen haben. Ja, wir ihr also den Fotos entnehmen könnt mussten alle! Perücke und Rock tragen um auf die Party zu kommen. Es war sehr lustig anzusehen und zu hören wie sehr sich die Männer in den Röcken wohl fühlten. Alle meinten wie frei sie sich fühlen (grins). Mit der Zeit wurde es immer immer voller. Irgendwer meinte zu mir dass sie ca. 400 Leute erwarten könnten. Ich dachte das wäre ein Scherz, aber mit der Zeit sah es wirklich so aus als würden 400 Leute durch das ganze Haus und den Garten spazieren bzw. Tanzen.
Irgendwann habe ich Ernst getroffen. Nach einiger Zeit haben wir dann auch herausgefunden dass wir 2 aus Deutschland sind und haben deutsch geredet. Die meiste Zeit haben wir im Karaokekeller verbracht und haben gehofft einen deutschen Song singen zu können. Aber im riesigen Repertoire gab es nur englische Songs und die meisten haben wir noch nie gehört gehabt.
Ich weiß gar nicht genau mit wie vielen Leuten ich mich unterhalten habe, aber es waren einige. Sie waren alle super witzig und haben die Party zu einem riesigen Erfolg gemacht.
Ja, das war meine letzte Woche in Seattle.
Dinner, Baseball, Coffee, Pizza und Party. Eine gute Mischung! (grins)
Ich habe es bestimmt schon zich Mal geschrieben aber ich bin wirklich froh meinen Sommer hier verbracht zu haben. Ich habe viele liebe Menschen kennen gelernt und neue Freunde gefunden, Seattle ist ein zu Hause für mich gewesen und ich würde so gerne wieder zurückkommen.
Was werde ich am meisten vermissen, habe mich alle gefragt?
Die Menschen (die ich hier kennen gelernt habe) und die Atmosphäre die sie in dieser Stadt verbreiten. Sie machen Seattle so interessant. Ich habe hier nur wahre Freundlichkeit erfahren und wie Elena es so lieb ausgedrückt hat, Friends forever gefunden.
Die Mischung aus Wasser und Bergen, die man überall sehen kann.
Pancake Backmischung.
Die riesige Auswahl an Bieren auch wenn das deutsche Bier immer noch am besten schmeckt. Die Möglichkeit jeder Zeit ein Konzert zu besuchen wenn man gerade Lust darauf hat.
Baseball im Stadion sehen.
Oreo Cookies und Starbucks.
In einem der vielen Coffeeshops zu sitzen und ein Buch zu lesen und dabi mit Leuten ins Gespräch zu kommen.
Ich glaube es ist wahnsinnig schwer zu beschreiben wie sehr ich meine Zeit hier genossen habe. Alles was ich noch dazu sagen, wenn jemand plant ins Ausland zu gehen macht es für mindestens ein Jahr! 3 Monate sind zu kurz. Wie schon gesagt, ich habe das Gefühl das erst jetzt alles so richtig angefangen hat. Man kennt die Stadt und genügend Leute und muss schon wieder weg.
Morgen früh 07.30 Uhr geht also mein Flieger Richtung Hamburg.
Am Dienstag werde ich dann wieder deutschen Boden betreten.
Goodbye Seattle
die Cony
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