Am Sonntag habe mich mit Bine in Downtown getroffen. Wir haben uns einen Kaffee bei Starbucks geholt und sind durch die Läden geschlendert. Auf unserem Weg zum Pike Place Market haben wir Janina und ihre Ma getroffen. Sie ist aus Deutschland zu Besuch.
Bine und ich haben uns was Leckeres zu Essen geholt und haben uns in einen Park gesetzt und über dieses und jenes gequatscht. Sie hat mich gefragt ob ich Lust habe mit zu einem Konzert außerhalb der Stadt zu kommen, um die Dave Matthews Band zu sehen. Und da ja das Wochenende Labor Day Weekend ist, hätten wir den Montag frei und genügend Zeit. In dem Moment habe ich erst realisiert das dann ja schon September ist. Nur noch 4 Wochen in Seattle. Oh mein Gott. Wo ist die Zeit? Irgendwie dachte ich die ganze Zeit das dass erst ein Wochenende später sei. Naja, ich konnte nicht mit da ich ja zum Bumbershoot gehen wollte.
Während meiner Arbeitszeit bin ich des Öfteren im Internet und so war es, dass am Dienstag Liz fragte ob ich am Mittwoch mit ins Kino kommen möchte. Klar.
Wir haben uns Downtown getroffen. Ihr Bruder Chris, ein Freund John und eine andere Freundin (ich weiß ihren Namen nicht mehr, Schande) haben uns ebenfalls Gesellschaft geleistet. Wir haben den Film, Superbad, geschaut. Teen-film mit pubertierenden Teenagern die alles versuchen um an Alkohol zu gelangen um Mädels zu beeindrucken. War ganz nett. Leider gab es eine Menge Slang-Wörter die ich nicht mächtig war zu verstehen. Ich würde ihn als DVD Abend Film empfehlen.
Das unschöne an im Kino treffen und am nächsten Tag früh arbeiten zu müssen ist, man lernt die Leute nicht wirklich kennen. John und Liz haben mich nach Hause gefahren und so konnte ich etwas mit den beiden reden aber ansonsten weiß ich über Chris und das andere Mädel nicht viel. Schade.
Am Donnerstag habe ich ganz spannende Sachen gemacht.
Wäsche waschen und einkaufen im Supermarkt. Yeah.
Freitag habe ich mich mit Nicole getroffen. Wie bereits erwähnt ist sie wieder in Tacoma. Da es Abendessen Zeit war sind wir in den Pike Pub gegangen. Sie hat mir erzählt welchen Job sie während ihres Studiums an der SU (Seattle University) machen wird. Im International Office. Und wir haben festgestellt das es eine ganz gute Möglichkeit gibt sich danach zu treffen, schließlich wohne ich um die Ecke.
Während wir unser Essen verzehrten kam ständig die Bedienung von irgendwo her und fragte uns ob denn alles in Ordnung ist. Bis zu einem gewissen grad ist das ja auch alles legitim. Aber alle 10 Minuten ist definitiv übertrieben und unglaublich nervig. Wenn ich etwas an meinem Essen auszusetzen hätte würde ich mich melden und es nicht essen. Die Gute kann zwar nicht einmal was dafür aber trotzdem. Ich meine, der Service hier ist meistens wirklich sehr gut und Deutschland kann sich manchmal eine Scheibe davon abschneiden. Aber in einem Restaurant möchte ich meine Essen genießen und mich in Ruhe mit den Leuten unterhalten die mir Gesellschaft leisten. Außerdem kommen die Bedienungen immer dann wenn man gerade etwas im Mund hat und eh nicht wirklich antworten kann. Ich wette dass sie dich von einer Ecke aus beobachten und dann loslaufen.
Danach sind wir zur University of Washington (Link) gefahren. Neben der Uni, die eine eigene Stadt sein könnte, ist so etwas wie eine eigene kleine Einkaufsstrasse. Nicole hat mich zu einem Eisladen gebracht in dem man sein eigenes Eis mischen kann. Mmmhh. Ich habe Käsekucheneis zusammen mit Oreo’s (Schokokekse) und Caramelsoße gemischt. Soooo gut!
Wie sind dann noch etwas herumspaziert und sind über den Campus gefahren. Diese Uni hat ca. 40.000 !!! Studenten. Ein riesiges eigenes Stadion, ein Krankenhaus in dem die Studenten auch lernen, eine eigene Polizei und Feuerwehr, ein eigenes Bussystem usw.
Es gibt eine riesige Mall, die das Universtiy Village heißt. Einfach nur groß. Aber ich finde es ganz schön dort.
Studieren möchte ich nicht an dieser Uni aber die Gegend und der Campus sind wirklich sehr schön gemacht. Man hat das Gefühl in einer Parkartigen Stadt herum zu laufen.
Wochenende!!!!
Am Samstag bin ich unchristlich früh aufgestanden wenn man bedenkt dass eben Wochenende war.
Janina und ihre Ma haben mich gefragt ob ich mit nach Vancouver, Canada, mitkommen möchte. Oh ja.
Ich bin also kurz vor 09.00 Uhr zum UW Campus gefahren da Janina dort wohnt und sie hat mich vor dem Henry Art Museum abgeholt, da ihre Ma noch etwas Zeit brauchte sind wir wieder zurück zum Haus. Sehr gemütlich und sie haben einen Whirlpool im Garten.
Okay, wir waren also fest entschlossen an einem Feiertag Wochenende nach Vancouver u fahren. Die Sonne schien und der Mietwagen stand vor der Tür. Auf geht’s.
Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten auf die Interstate-5 North zu gelangen haben wir es nach einer kleinen Stadtrundfahrt endlich geschafft.
Wir haben ein paar Zwischenstopps eingelegt. Essen, Rauchen, auf’s Klo gehen usw.
Dann, nach fast 3 Stunden sahen wir das Stauende vor der Grenze. Okay. Kein Problem.
2 Stunden später.
Der mit einer Schusssicheren Weste und blickdichter Sonnenbrille bekleidete Officer hat uns recht unfreundlich über den Grund unseres Besuches ausgefragt. Wo wir herkommen und warum wir in Seattle sind usw. Wir dachten gerade das dass ja doch recht schnell ging als er meinte: Jetzt müsst ihr euch nur noch einen Stempel für euren Pass holen. Einfach dort durch die Tür. Okay.
Mein erster Kommentar, „oh je“, oder so ähnlich. Kann auch schlimmer gewesen sein. Kommentare anderer durch die Tür schreitender Personen. No way!, What’s that?!?!, Oh shit!!! Ich glaube wir haben ca. 45 min gewartet um diesen Stempel zu bekommen.
1.5 h später kamen wir dann in Vancouver an. Es war mittlerweile 14.30 Uhr.
Da nun nicht so viel Zeit übrig war haben wir beschlossen einfach durch die Stadt zu gehen und zu schauen was sie hergibt.
Vancouver ist wirklich …klein. Zumindest die so genannte Innenstadt. Es gibt kleine Läden, schmalere Straßen aber mehr Hochhäuser im Zentrum. Ich konnte einen kurzen Blick auf die Waterfront erhaschen und einen Teil der Symphony sehen.
Ansonsten konnte ich keine großen Unterschiede zu Seattle oder NYC feststellen. Es gibt gepflegte Vorgärten vor den Häusern und der Baustil ist auch nicht viel anders.
Auf unserem Rückweg hatten wir Glück an der Grenze und waren nach 25 min wieder in den US. What a day.
Wir haben eigentlich gesagt, dass man es keinem erzählen darf, dass wir in Vancouver waren. Schließlich haben wir zum größten Teil nur die Haupteinkaufsstrasse gesehen.
Beim nächsten Mal plane ich ein langes Wochenende ein.
BUMBERSHOOT!!!!
Okay, zuerst was ist Bumbershoot eigentlich?!?!?!
Ein großes 3 tägiges Festival am Seattle Center, dort wo die Space Needle ist.
Zu sehen gibt es dort bekannte oder unbekanntere Bands aus Seattle und dem Rest der Welt.
Im Grunde ist es ein riesiges Familienspektakel mit Buden und Essen Comedy, Film und natürlich Musik. Und davon reichlich.
Bevor Janina und ich uns auf den Weg zur ersten Band machten rief irgendwer meinen Namen. Ich drehte mich um und sah Elena in nem kleinen Häuschen sitzen. Yeah. Sie ist so süß. Sie redete und stempelte den Arm eines Typen als sie zu ihm meinte „sorry ich muss Conny erstmal umarmen dann können wir hier weitermachen“. Sie ist so impulsiv und immer gut gelaunt. Es macht echt Spass.
Sie hat dann auch gleich mal uns gestempelt damit wir auch wieder auf’s Gelände kommen falls wir es wagen sollten mal zu gehen.
Janina und ich haben uns dann zuerst die Band ’Natalie Portman’s Shaved Head’ angesehen. Sie haben in der Sky Church des EMP gespielt. (siehe Fotos)
Weiter ging es zur nächsten outdoor Bühne. Dieses mal spielten die ’Watson Twins’. 2 Mädels und Band. Feine Indie Rock Folk Musik.
Wir haben sie uns nur 15 min angeschaut da sich dieses Konzert und das der ’Kings of Leon’ überschnitten haben.
Also gingen wir zur größten Bühne des Festivals um eben diese zu sehen. Fantastisches Konzert!!!
Es war mittlerweile 16 Uhr und mein Magen machte sich bemerkbar. Also hieß es Nahrung finden. Da es auf dem Gelände relativ teuer war sind wir raus gegangen und haben den Subway unseres Vertrauens besucht. Naja, zumindest nen Subway.
Nach der Nahrungsaufnahme ging der Konzertmarathon weiter.
’Apples in Stereo’ und danach ’Art Brut’. Einfach nur genial!! Das Wetter, die Leute, die Bands, kann ich nur empfehlen!!!
Es war nun schon 21 Uhr und wir wunderten uns warum der Tag schon so schnell vorbeiging.
Ich konnte Janina am Samstag überreden mit zu ’Fergie’ zu kommen.
Zurück also zur Mainstage und um kurz vor 10 Uhr kam die Fergie dann auch auf die Bühne mit 5 min Verspätung.
Es war sehr praktisch das die Gute gleich zu Anfang alle Songs gespielt hat die ich hätte hören wollen. Wir sind dann etwas eher gegangen da es sehr hip hop lastig war. Aber trotz allem eine gute Show.
Völlig Müde und mit lahmen Beinen und nur einem! Bier intus haben wir uns auf den Weg gemacht.
Kein Bier auf dem Festival Gelände. Das ist merkwürdig zu erleben. Leute ihr solltet es schätzen das ihr Bier trinken könnt wo immer ihr wollt. Wir sind so daran gewöhnt einfach irgendwo zu sitzen ein gutes Bier zu trinken. Das vermisse ich unter anderem.
Dieses Wochenende war fantastisch und es ist wirklich schade das so etwas immer zu Ende gehen muss…..
alle kursiv geschriebenen Wörter sind Link's zu dem jeweiligen Thema / Band....
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